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Das Fabelposter erzählt Fabeln in aller Kürze nach. Wer die Fabeln aus anderen Teilen der Welt in einer längerer Fassung lesen möchte, findet hier Links und Buchtipps:

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  • Waldwolf und Steppenwolf
    enthalten z. B. in: Fabeln für die Grundschule, Klett 2016
  • James Thurber: Die Stadtmaus, die aufs Land fuhr
    75 Fabeln für Zeitgenossen, Rowohlt, 1967

Vokabelliste zu „Miju im Katzenland“

Vokabeln

Vokabeln zu dem Buch
„Miju in the Land of the Cats“

zum Download: Vokabeln

 

Hat es Mijus Katzenland wirklich gegeben?

Von Katzen im Alten Ägypten

Egyp1aDas Katzenland in Mijus Geschichte ist vom Alten Ägypten inspiriert, jener eindrucksvollen Kultur, die vor etwa 5000 Jahren an den Ufern des Nils in Afrika entstand. Dort machten die Menschen viele erstaunliche Dinge: Sie bauten Städte und Pyramiden zu einer Zeit, als die meisten anderen Völker in Hütten wohnten. Sie erfanden eine Schrift, die Hieroglyphen, verstanden etwas von Medizin und hatten schon einen Kalender mit zwölf Monaten. Ihr Pharao glaubte, als „Gottkönig“ einen besonderen Draht zu den Göttern zu haben. Und sie verehrten Katzen als heilige Tiere!

Tiere spielten für die Ägypter eine bedeutsame Rolle. Sie bewunderten die Kraft der Krokodile oder den Flug der Falken. Als vermutlich erstes Volk zähmten sie die kleinen Wildkatzen. Sie ließen sie in ihren Häusern wohnen und freuten sich, dass sie die Mäuse jagten. Denn immer wieder bedrohten Mäuse- und Rattenplagen die Getreideernten. Und in dem heißen Land am Nil,von Wüsten eingeschlossen, war Getreide sehr kostbar! Mit der Zeit verehrten die Menschen die Katzen als heilige Tiere. So wird erzählt, dass sie bei Feuergefahr zuerst die Katze retteten! Wer eine Katze tötete, hatte laut Gesetz die Todesstrafe zu befürchten. So manche Samtpfote wurde in eigenen Grabkammern oder auf Katzenfriedhöfen begraben. Und weil die Ägypter an ein Leben nach dem Tod glaubten, gaben sie ihnen Mäuse mit ins Grab.

Die Ägypter glaubten an viele Götter, die die Aufgaben in der Welt unter sich verteilten. Manche Götter erschienen als Tier oder als Mensch mit einem Tierkopf: der Himmelsgott Horus als Falke, der Totengott Anubis als Schakal. Die Göttin Bastet war eine Katze oder trug auf einem Frauenkörper einen Katzenkopf. Sie kümmerte sich um Fruchtbarkeit, Freude und Feste. Ihr irdisches Zentrum war die Stadt Bubastis mit einem prachtvollen Tempel, in dem einige Tausend Katzen lebten, gehegt und gepflegt von Katzenpriestern. Egypt3

Auch die Großkatzen hatten es den Ägyptern angetan. Bildergeschichten erzählen von der Löwenjagd der Pharaonen. Panther und Leoparden hatten wohl auch religiöse Bedeutung. Manche Priester trugen Leopardenfelle. Die Göttin Bastet soll auch ein Kind gehabt haben: einen Löwengott.

 

 

Weitere Informationen:
Dr. Rainer Köthe: Katzen; aus der Reihe „Was ist was“, Band 59, 2001, Tessloff Verlag
David P. Silverman (Hrsg.) : Das alte Ägypten, 2. Auflage 2001,Verlagsgruppe Bertelsmann